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Wildhunde

Afrikanische Wildhunde

Vorwort

Lebensraum

Sozialverhalten

Bedrohungen

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Im Rahmen unserer Wildlife-Fotografie stießen wir auf den Konflikt zwischen Farmern und Wildhunden einerseits, und die Bedrohung der Wildhunde durch die Konkurrenz mit anderen Raubtieren in den letzten Rückzugsgebieten der Wildhunde andererseits.Es ist unsere Absicht, das Thema "Afrikanische Wildhunde" stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen.Wir unterstützen das Projekt von PhD John Waldon ('Tico') McNutt und seiner Mitarbeiter in Botswana: Wildhunde waren einst weit verstreut über den afrikanischen Kontinent südlich der Sahara, sind dort heute aber nur noch in einigen Regionen zu finden.Sie werden nicht selten Opfer von Beuteraub durch vor allem Hyänen und Löwen.Außerdem sind sie anfällig für Krankheiten wie Tollwut, Staupe und Parvovirose. Diese Krankheiten können von Haushunden oder anderen Fleischfressern auf eine ganze Population von Wildhunden übertragen werden. Wiederkehrende Ausbrüche von Tollwut und Staupe waren auch verantwortlich für den Rückgang der Wildhundzahlen im Serengeti Nationalpark. Die größte Bedrohung für Wildhunde allerdings ergibt sich, wie oben erwähnt, aus dem Konflikt mit dem Menschen und deren ständig wachsenden Viehherden. Überall in Afrika wurden in den letzten 100 Jahren die Wildhunde als gemeine Killer verfolgt. Afrikanische Wildhunde " Lycaon pictus " (gemalter Wolf) sind im Rudel lebende soziale Hunde, die sich von der Gattung Canis vor etwa 2-3 Mio. Jahre getrennt haben. Die soziale Bindung innerhalb des Rudels ist so stark, dass das Rudel und nicht das einzelne Individuum die fundamentale Einheit ist.Ein neues Rudel bildet sich, wenn eine Gruppe von Weibchen mit einer Gruppe von fremden Männchen zusammentrifft. Alle Weibchen sind miteinander verwandt und alle Männchen sind miteinander verwandt, doch sind Weibchen und Männchen miteinander nicht verwandt. Dadurch wird Inzucht vermieden.Während der heißen Mittagszeit liegt das Rudel gewöhnlich im Schatten in Sichtweite zusammen: Auf den Fotos rechts eine Gruppe von Erwachsenen und darunter die Einjährigen. Alpha Männchen und Weibchen schlafen praktisch immer zusammen, vor allem kurz vor und während der Paarungszeit.Das Bild mit den Pups verdanke ich Gert Joubert ( Manager der "Erindi"- Lodge, Namibia).Die Hierarchie im Rudel ist sehr präzise geregelt. Nur das Alpha Weibchen und das Alpha Männchen paaren sich. Alle anderen Individuen sind untergeordnet und helfen dabei, die Jungtiere (pups) des Alpha Paares großzuziehen. Eine Paarung der Untergeordneten wird in der Regel verhindert. Ab und zu erzeugt ein untergeordnetes Weibchen eigene Jungtiere, die zum Teil vom Alphapaar übernommen, zum Teil getötet oder ausgesetzt werden.In Botswana werden Jungtiere normalerweise im Juni bis spätestens August geboren. Sie bleiben für die ersten 3 Monate ihres Lebens bei der Bruthöhle (z.B. alte Erdferkelhöhle). Es bleibt immer ein Erwachsener zur Verteidigung gegen mögliche Feinde bei den Jungen, wenn der Rest des Rudels auf Jagd geht. Danach würgen sogenannte Helfer Futter für die Jungen hervor. Auch die Einjährigen beteiligen sich beim Füttern der Pups.Nach drei Monaten folgen die Jungen der Gruppe. Der Bau wird dann aufgegeben. Jetzt wird es schwer, den Wildhunden zu folgen, weil sie in ihrem riesigen Territorium umherwandern.Afrikanische Wildhunde jagen morgens und abends mit großem Erfolg. Dazwischen wird geruht.Vor der Jagd wird aufgewärmt, gespielt, geneckt, im Wasser geplanscht ( siehe Fotos rechts); es geht nicht immer nur sanft zu.Nach der Aufwärm- und Spielphase (Sozialisierung) beginnt die Jagd mit einem Trab (ca. 10km/h) in eine beliebige Richtung. Dabei laufen die Wildhunde meist in breiter Front, manchmal auch hintereinander. Während der Jagd kommunizieren sie nicht durch Laute. Die typischen "whoo whoo whoo" - Rufe werden u.a. benutzt, um Gruppenmitglieder zu einer getöteten Beute zu rufen und sind ca. 1-2 km weit zu hören.Auf den Fotos rechts trifft das Rudel auf eine Giraffe und auf Zebras. Die Jüngeren sind neugierig und laufen auf die Tiere zu. Giraffen und Zebras stehen jedoch nicht auf dem Speiseplan der Wildhunde.Beutetiere sind in der Regel kleinere Antilopen (80% der Beute im Moremi NP sind Impalas). Ist ein Beutetier ausgemacht, geht es mit 50-60 km/h durch das Gelände. Das Opfer wird gehetzt und schließlich z.B. durch Biss in die Beine zu Boden geworfen. Der Tod tritt im Allgemeinen durch Schock ein- schneller als beim Würgebiss der Raubkatzen. Der Bauch wird dann blitzschnell aufgebrochen.Der Jagderfolg liegt bei etwa 70-80%.Sobald die Kinder größer sind, begleiten sie das Rudel bei der Jagd in gewissem Abstand oft zusammen mit einem ausgewachsenen Tier, beteiligen sich aber nicht aktiv an der Jagd. Sobald Beute gemacht wurde, werden die Jungen herbeigerufen und dürfen als erste fressen. Dann frisst regelmäßig das Alpha Paar, danach die Einjährigen und erst dann die übrigen Erwachsenen.G.Cozzi:"Um die Beute nicht an die Konkurrenz (hauptsächlich Löwen und Hyänen) zu verlieren, ist es wichtig, schnell zu fressen. Deswegen werden alle Gruppenmitglieder zu einer Beute gerufen. Dies ist speziell wichtig, wenn mehrere Kills gleichzeitig passieren. In weniger als 20 min. wird ein ausgewachsenes Impala komplett gefressen. Übrig bleiben nur Wirbelsäule und Rippen und die vier Beine mit Hufen. Anschließend wird der Kill verlassen. In der Nähe des Kills zu bleiben,wäre zu gefährlich."

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